|
Fahren
im Konvoi Autor: Bernd Schulz / Pfalz |
![]() |
|
Konvoi Regel |
|
Konvoifahren erfordert Konzentration und Disziplin, und es ermüdet. Dazu wiegt man sich oft in falscher Sicherheit, und wird fast ein wenig hypnotisiert vom Rücklicht des Vorausfahrenden. Besonders bei grossen Gruppen werden oftmals Kreuzungen gesichert und abgesperrt. Das soll in keiner Weise heissen, dass hier ein Wegerecht erzwungen werden soll. Das Strassenverkehrsgesetz ist jedoch klar. Kein Verkehrsteilnehmer darf in einen geschlossenen Verkehrsverbund eindringen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, unseren geschlossenen Verbund zu schützen, indem man andere Verkehrsteilnehmer mit sichernden Bike's darauf aufmerksam macht, aber erst sobald der andere Verkehr dies zulässt. Teilnehmer an einem Konvoi dürfen sich jedoch nicht absolut auf eine freie Fahrt einstellen. Jeder ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich. Es kommt immer wieder vor, dass ungeduldige Autofahrer in einen Verbund einbrechen wollen, und es kann zu gefährlichen Situation kommen. Die sichernden Fahrer / innen müssen also gut absperren und sich nicht ins Out drängen lassen, wenn schon gesichert wird. |
|
|
| Sicherheitsabstand |
|
Durch das versetzte Fahren entsteht ein optimaler Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Konvoiteilnehmern. |
![]() |
Konvoi-Führer - fährt links von der Fahrbahnmitte Konvoi Teilnehmer fährt versetzt mit einem Abstand von ca. 5
bis 6 m nach vorne und hinten. überholt nicht. (Ausnahmen: Kamerafahrer, Übermittler)
Beim überholen anderer Verkehrsteilnehmer wird den hinteren Bike's
mittels Hand oder Fusszeichen angezeigt, dass man auszuschwenken gedenkt.
Geblinkt wird nur vor dem effektiven Abbiegen an Kreuzungen. Schluss-Fahrer 2 - 3 verantwortungsbewusste Fahrer. Sie tragen leuchtende Warnwesten und sind verantwortlich, dass keiner zurück bleibt und helfen den Konvoi zusammenzuhalten. |
|
|
|
Lücken schliessen Es kann immer wieder vorkommen, dass vor einem eine Lücke entsteht, weil jemand aus dem Konvoi ausgeschert ist. Es ist eine weitverbreitete gefährliche Unart, diese Lücke durch Seitwärtsverschieben wieder zu schliessen. Schon mehr als einmal haben sich Teilnehmer so gegenseitig abgeschossen. Die korrekte Art, solche Lücken zu schliessen, besteht im lateralen Verschieben, das heisst von hinten nach vorne auf derselben Spur bleibend.
Entsteht im Konvoi eine Lücke dann wird diese nicht seitwärts sondern von hinten nach vorne aufgefüllt. Das heisst das jeweils hintere Fahrzeug fährt nach vorne in die entstandene Lücke. Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird auf Zweierkolonnen aufgeschlossen und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen.
Der Konvoi-Führer Bei der nächsten Kreuzung / Kreisel werden wieder die vordersten 2 - 3 Bike's die Strasse sichern und sich dann hinten wieder einordnen.
Die Kreuzung muss vom ganzen Konvoi so schnell wie möglich überquert werden. Nachdem der Konvoi die Kreuzung überquert hat,
schliessen sich die Bike's, welche die Strasse gesichert haben, vor
den Schlussfahrern wieder der Gruppe an.
Der Konvoi-Führer Der Konvoi soll so schnell wie möglich einbiegen.
Nachdem der Konvoi eingebogen ist, fährt das
Fahrzeug, das die Strasse gesichert hat, vor den Schlussfahrern in
die Gruppe zurück.
Ganz automatisch fährt man hinten im Konvoi schneller als vorne. Schon bei 20 Bike's kann das gute 20 km/h ausmachen. Also wird vorne innerorts nicht mehr als 40 gefahren - hinten gibts schnell 50, ausserorts vorne nicht mehr als 80 bis 90 - hinten muss man sich dann schon sputen. Das kommt teilweise vom Zieharmonika-Effekt. Man kann diesen Effekt etwas mindern, wenn alle dieselben Abstände einhalten und konzentriert fahren. Auf längeren Strecken jedoch und auf Strecken mit viel Anfahren, Anhalten und Abbiegen kommt es unweigerlich zu diesem Phänomen. Konvoi-Fahren kann durchaus ein Erlebnis sein. Wenn ihr euch an die Regeln hält, macht es bestimmt Spass. * Versetzt fahren |
|
|